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13. April 2019 um 13:42

Stabil für Hits

Beim Footballtraining kann gemäß der Komplexität der Sportart eine Vielzahl an Übungen durchgeführt werden. Allein das Technische kann problemlos stundenlange Trainingspläne füllen. Doch sollten auch die körperlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Dabei kann wiederum eine Vielzahl an Muskeln trainiert werden und jeder von ihnen ist sinnvoll. Allerdings gibt es bestimmte Muskeln die tatsächlich nicht fehlen dürfen. Eine Gruppe ist wenig überraschend der Rücken. Dieser hat so viele Aufgaben, dass er in keinem Training fehlen sollte. 

Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

So hat er allein eine wichtige Aufgabe, um beim Vollkontakt Verletzungen zu vermeiden, weil er die Wirbelsäule stützt. Zudem ist der Rücken zusammen mit den Beinen die Grundlage der Hits. Deshalb ist die folgende Übung für das Training empfehlenswert und mit einfachen Mittel auf dem Feld umsetzbar.

Der Ablauf:

Man stellt sich auf einen Trainingsband. Dieses wird mit beiden Händen gegriffen und anschließend bei leicht gebeugtem Oberkörper nur durch Bewegung in den Ellenbogen.

Intensität:

Drei Sätze bei 10 Ausführungen.

Kategorie: Allgemein – Autor: kd
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17. März 2019 um 15:56

Trainingsökonomische Aufwärmübung

Trainingsökonomisch sind vor allem solche Übungen sinnvoll, die mehrere Fähigkeiten auf einmal trainieren.

Die Übung, die wir dieses Mal vorstellen, gehört klassischerweise in das Aufwärmprogramm. Sie ist vor allem zu empfehlen, weil sie mehrere Eigenschaften trainiert. Zum einen ist sie eine effektive Dehnübung für die Adduktoren. Diese sind wichtig, um schnelle und effektive Richtungswechsel (z.B. bei Runningbacks) ausführen zu können. In ihrer Eigenschaft, die Hüfte zu stabilisieren, beugen sie zudem zahlreichen Verletzungen vor.

Zum anderen schult sie die Koordination und Balance, indem sie auf dem Balance Dome ausgeführt wird. Diese Eigenschaften sind wichtig, um Hits auszuhalten und sich allgemein effektiv zu bewegen.

Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Übungsablauf:

Man startet mit einem Bein auf dem Balance Dome und schwingt das andere Bein seitlich raus. Um die reize zu verstärken, bieten sich weitere Bewegungen und Widerstandsbänder an.

Intensität:

3 Durchgänge á 10 Wiederholungen auf jeder Seite.

20. September 2015 um 14:03

Das Spielfeld – 40 Yard umgerechnet

Das Spielfeld beim American Football ist in der Regel ein Rasenplatz, der über eine Länge von 120 Meter und eine Breite von 50 Meter verfügt. Die reine Spielfläche beträgt 100 x 50 Meter. Die verbleibenden 20 Meter der Gesamtlänge werden als Endzonen genutzt. Dieses ist der Bereich des Tores, der durch die Defense einer Mannschaft verteidigt wird. Auf dem Spielfeld befinden sich verschiedene Kreidelinien, die den Spielern, den Schiedsrichtern und den Zuschauern als Orientierung dienen. Eingeteilt ist das Spielfeld in Zonen, die jeweils eine Länge von 10 Metern haben. Zusammen mit der Endzone ergeben sich insgesamt 12 Zonen. Die Linie, die den Beginn der Endzone darstellt, wird auch Goallinie genannt. Die 50-Meter-Linie ist die Mittellinie. Alle Linien sind mit Zahlen gekennzeichnet, die allerdings keine Angaben über Meter machen. Da American Football seinen Ursprung in den USA hat, wird bei einem Football Spiel nicht von Metern, sondern von Yards gesprochen, da in Amerika die Maßeinheit Meter nicht geläufig ist. Um das Spiel wirklich zu verstehen, sollte der Zuschauer sich damit vertraut machen, wie 40 yard umgerechnet werden.

Der Spielverlauf bei einem American Footballspiel

Der Verlauf eines American Football Spieles wird in vier Vierteln ausgetragen, in denen die beiden Mannschaften versuchen Yards zu gewinnen, oder sogar ein Goal zu landen. Die Berichterstatter eines Footballspiels sprechen in ihren Spielkommentaren über die unterschiedlichen Spielverläufe und wie viele Yards eine Mannschaft gut gemacht hat. Um zu wissen, wie viele Meter die jeweilige Mannschaft gut gemacht hat und wie weit sie noch von ihrem Ziel entfernt sind, kann mit Hilfe eines 40 yard Rechners einfach und schnell umgerechnet werden.

Kategorie: Allgemein – Autor: kd

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1. Dezember 2014 um 10:56

Football Übungen für gelungene Trainingsgestaltung

American Football wird als Sportart auch in Deutschland immer beliebter. Oft wird aber unterschätzt, dass es eine anspruchsvolle Sportart ist, die den Spielern ein hartes Training abverlangt, da nicht nur Kraft, sondern auch Schnelligkeit und Reaktionsvermögen gefragt sind. Unterschiedlichen Football Übungen bauen auf Technikschulung und Aneignung von Fachwissen auf, damit der Spieler auf den Handlungskompetenzen aufbauen kann. Da American Football ein Teamsport ist, genügt es nicht nur Techniken und körperliche Fitness zu trainieren. Vielmehr gehört auch Sozialkompetenz dazu, die sich im Spielverlauf entwickeln muss. Daher sind die unterschiedlichen Football Übungen so aufgebaut, dass sie mit dem gesamten Team oder mit mehreren Spielern zusammen trainiert werden.

Aufbau von Trainingseinheiten beim American Football

Das Training beim American Football sollte so gestaltet werden, dass jeder Spieler bei den unterschiedlichen Übungen im Football seine Position einnimmt, die er auch auf dem Spielfeld innehat. Optimale Football Übungen umfassen das Krafttraining, Techniktraining, Konditionstraining sowie das Aufwärmen und die Cool Down Phase nach einer anstrengenden Trainingseinheit. Spezielle Bodybuilding-Programme ermöglichen gezieltes Krafttraining. Es ist darauf zu achten, dass der Muskelaufbau nicht zulasten der Beweglichkeit erfolgt. Zu viel Muskelmasse schränkt die Beweglichkeit der Gelenke ein. Während der Durchführung des Konditionstrainings wird Geschwindigkeit, Schnelligkeit, Sprungvermögen, Reaktion, Beweglichkeit und Schnellkraft trainiert. Die Spieler lernen in diesen Übungseinheiten, ihre unterschiedlichen Fähigkeiten gezielt einzusetzen. Während der unterschiedlichen Übungen zeigt sich sehr schnell, wo die Schwächen und Stärken der einzelnen Spieler liegen und auf welcher Position auf dem Spielfeld der richtige Platz für sie ist.

Kategorie: Allgemein – Autor: kd

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11. November 2014 um 21:50

Ballstoßen und Wurftechniken für das Kraftausdauertraining

Im American Football zeichnet sich ein guter Wurf dadurch aus, dass neben der Präzision auch taktisch korrekt geworfen wird. Durch die Form des Balls verlässt er die Wurfhand des Spielers durch einen Spiralwurf. Dabei dreht sich der Ball im Flug um die eigene Längsachse, wodurch eine stabile Flugbahn entsteht. Selbst leichte Rotationen, die um die Querachse entstehen können, werden dadurch ausgeglichen. Die Technik des Ballwerfens beim American Football setzt daher voraus, dass der Spieler die Geschicklichkeit besitzt, dem Ball den richtigen Drall zu geben, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Mit neuen Spielern werden zu Beginn grundlegende Wurftechniken trainiert. Diese orientieren sich an Standardsituation und können, je nach Situation, variieren.

Wurftechnik

Die Wurftechniken sind genau auf die unterschiedlichen Situationen auf dem Spielfeld abgestimmt. Grundsätzlich erhält der Quarterback den Ball beim Snap vom Center. Er greift diesen mit dem Wurfarm, sodass er jederzeit bereit ist, den Ball auch wieder abgeben zu können und presst ihn an den Oberkörper. In einer Standardsituation bewegt sich der Quarterback einige Schritte zurück. Diese Bewegung ist aber abhängig von der Reaktion der Defense.

• Der Quarterback stellt sich parallel zur Seitenlinie auf. Dadurch zeigen die Schultern in Richtung des Mitspielers, der den Ball bekommen soll. Die Füße sind in einem Ausfallschritt aufgestellt. Während dieses Ablaufs wird zwischen Werfer und Empfänger immer Blickkontakt gehalten.
• Aus dieser Position heraus wird während des Wurfs das Gewicht auf den Vorderfuß verlagert, sodass Wurfkraft und Stabilität entstehen. Dabei kommt die Kraft aus der Schulter, dem Arm und der Bewegung der Schulter.
• Beim eigentlichen Wurf wird das Handgelenk leicht nach außen gedreht, wodurch der Ball zum rotieren gebracht wird. Diese Bewegung des Handgelenks wird auch nach Verlassen der Handfläche nicht gestoppt, sondern weiter fortgeführt, bis der Ball die Fingerspitzen verlassen hat. Dadurch wird der Wurf deutlich präziser.

Ballstoßtraining

Um den Ball optimal werfen zu können, stellt der Spieler seine Beine schulterbreit auf und beugt die Knie leicht an. Der Ball befindet sich in Höhe der Brust. Aus dieser Position heraus wird das Becken nach vorne geschoben und der Ball mit großer Kraft in die Luft geworfen. Dabei werden die Arme über den Kopf hinaus gestreckt, um ihn danach wieder mit beiden Händen aufzufangen.

13. Juni 2013 um 10:57

Laufspiele 5

Verfolgungssprint

Ein typisches Sprinttraining im Football stellt der Verfolgungslauf dar. Dabei reiht sich der eine Teil der Footballspieler an einer Linie auf, der andere Teil positioniert sich ebenfalls auf einer Linie, allerdings 3-5 Meter vor der Linie der 1. Startreihe.

Auf Signal des Trainers starten beide Reihen und belaufen eine bestimmte Wegstrecke. Gemeinhin fällt es den hinteren Läufern aus Gründen einer höheren Motivation leichter, eine höhere Laufgeschwindigkeit zu erzielen, weil sie den „Hase“ vor sich sehen und ihn einholen möchten.

Trotzdem sollte der Trainer darauf achten, dass die Chance des Einholens für die hinteren Läufer gegeben ist und dementsprechend die Laufpaare einteilen.

Noch mehr steigen die Chancen, wenn der Lauf stärker an das Footballspiel angelehnt wird, indem die Läufer davor als Ballträger agieren und auf das Startsignal hin versuchen, das Ziel mit dem Ball in der Hand zu erreichen, bevor die hinteren Läufer sie eingeholt haben.

Wendelauf

Ein weiterer Laufparcours, um die Startschnelligkeit, die Reaktionsfähigkeit und die Beschleunigung positiv als auch negativ zu trainieren, sind Wendeläufe. Dabei wird vorab vom Trainer ein bestimmter Laufkurs festgelegt, der durch Markierungen vorgegeben ist.

Zusätzlichen Reiz bekommt der Wendellauf, wenn er durch akustische Signale des Trainers gesteuert wird. Zum Beispiel: 1xKlatschen bedeutet Vorwärtslaufen, 2x Klatschen rückwärts – ein 3maliges Klatschen zieht eine Richtungsänderung um 180 Grad nach sich.

Der Wendelauf kann sowohl nach Markierungen, als auch frei nach den Signalvorgaben des Trainers erfolgen. Letztere fordert im besonderen Maße die Reaktions- und Umstellungsfähigkeit.

Eine Abwandlung ist der Schnelllauf mit seitlichen Richtungsänderungen entlang eines Zick-Zack-Kurses. Hier kann die Richtungsänderung ebenfalls entweder an den vorgegebenen Markierungen oder nach dem Signal des Trainers erfolgen. Hauptaugenmerk sollte dabei besonders auf den Antritt, die ersten Meter nach der Richtungsänderung, gelegt werden.

28. April 2013 um 16:49

Ernährungstipps für Footballer

Die richtige Ernährung ist für Football-Spieler elementar, um die volle Leistung im Training oder im Wettkampf abrufen zu können. Dabei kann man die Ernährung für einen Football-Spieler nicht pauschalisieren.

Unterschiedliche Spielertypen, unterschiedliche Ernährung

Gerade im Football sind unterschiedliche Spielertypen gefragt, die unterschiedliche Fähigkeiten und damit auch konditionelle Fähigkeiten haben müssen. Während beispielsweise ein offensiver Lineman seine Stärken eher im Kraft und Schnellkraftbereich haben muss, sind bei einem Running Back in erster Linie Schnelligkeit und Beweglichkeit gefragt.

Jeder Footballer muss sich daher entsprechend seiner energetischen Anforderungen ernähren. Zudem ist der Gesamtenergiebedarf und ein spezieller Nährstoffbedarf auch von Faktoren wie saisonaler Zeitpunkt, Körpergewicht und individuellen Nahrungsmittelgewohnheiten abhängig.

Was man grundsätzlich festhalten kann, dass Footballer auf einem gehobenem Leistungsniveau einen außergewöhnlichen Energie- und Flüssigkeitsbedarf haben. So haben beispielsweise College Spieler in den USA einen genau detaillierten Tagesplan, der sich aus Schule, Training und Hausarbeit zusammensetzt. Über den Tag verteilt muss der Energie- und Flüssigkeitshaushalt optimal abgesichert sein.

Kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt

Dabei hat sich das Prinzip des „Grasens“ durchgesetzt. Die Footballer nehmen viele kleine Malzeiten in kurzen Zeitabständen zu sich, um die Energiezufuhr für Training, Wettkampf und Regeneration zu optimieren.

Der Fokus sollte beim Football besonders auf der Ernährung im regenerativen Bereich liegen. Ein Profi-Footballer trainiert mehrmals täglich und ist daher sehr stark von der Qualität der Regeneration abhängig. Die wiederum wird im großen Maße von der Ernährung beeinflusst.

Kohlenhydrate und Eiweiße sind wichtig

Deshalb sollte der Football-Spieler energiereiche Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte bevorzugen. Hierbei sind vor allem Kohlenhydrate wichtig. Zu empfehlen sind in diesem Zusammenhang Brot, Reis und Nudeln aber auch Obst, Gemüse und diverse Getreideprodukte.

Ziel ist es, die Erschöpfungsperioden zeitlich zu verkürzen und den anschließenden Trainingsreiz zu maximieren. Der Kohlenhydratanteil sollte bei einem Football-Spieler bei 8-10 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen.

Auch der Eiweißbedarf muss bei einem Footballer ausreichend gedeckt werden. Empfohlen wird eine Proteinzufuhr von 1,6 bis 1,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Eiweiß ist besonders in Geflügel- und Fleischprodukten vorhanden. Aber auch Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse sind gute Proteinlieferanten für einen Footballer.

Ein Footballer muss in der Regel viel Energie in Form von Nahrungsmitteln aufnehmen. Nicht selten ist ein strenger Ernährungsplan mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden, die nicht von allen Football-Spielern getragen werden können. Trotzdem wird auch Amateur-Footballern empfohlen, den Energiehaushalt im Körper durch eine sportgerechte Ernährung zu optimieren.

Kategorie: Allgemein – Autor: kd
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3. April 2013 um 18:22

40-Yard-Schnelligkeitstest für die National Football League

Das Sichtungstraining in den USA für die National Football League findet unter sehr professionellen Bedingungen statt und hat alljährlich seinen Höhepunkt beim so genannten „Scouting Combine“ für Nachwuchstalente. Dabei treffen sich die besten Footballspieler aller Universitätsmannschaften, um ihre konditionellen und spielerischen Fähigkeiten leistungsdiagnostisch auszuwerten. Die Spieler müssen dabei unterschiedliche Testserien absolvieren.

Sichtungstraining für die National Football League

Der Football Sichtungslehrgang dauert 6 Tage und gibt den 32 Profimannschaften aus der National Football League die Möglichkeit, die besten Nachwuchsspieler der USA ausfindig zu machen. Neben zahlreichen Tests ist eine wichtige Beurteilungsgröße, die Zeit, die ein Footballspieler auf der 40 Yard-Distanz erzielt. 40 Yards sind umgerechnet exakt 36,90 Meter. Daneben sind wichtige Leistungstests das Bankdrücken und der Vertikalsprung. Letztere lässt Rückschlüsse auf die Schnellkraft und die Explosivkraft des einzelnen Spielers zu.

40-Yard-Sprint-Test für Running Backs, Wide Receivers und Defensive Backs

Beim Scouting Combine werden alle Footballspieler gleichermaßen getestet, egal welche Spielposition sie begleiten. Der Running Back muss genauso die Testreihe durchlaufen wie die Defensiv Backs, die deutlich beweglicher und leichter sind.

Verglichen werden aber nur die jeweiligen Spielpositionen untereinander. Alle anwesenden Footballspieler müssen beispielsweise den 40-Yard-Test absolvieren, auch wenn diese für gewissen Spielpositionen von nicht so großer Relevanz ist. Bei den Spielertypen Running Backs, Wide Receivers und Defensive Backs ist ein 40-Yard-Sprint bei hohem Tempo sehr oft wahrscheinlich.

besonders der 40-Yard-Sprint erzeugt jedes Jahr großes mediales Interesse. Viele Fernseh- und Rundfunkanstalten berichten von diesem Ereignis. Dass insbesondere diese Disziplin so einen hohen Stellenwert hat, zeigt die Tatsache, dass jeder Football-Fan in den USA die 40-Yard-Zeit seines Lieblingsspielers kennt.

Yamon Figurs läuft 4,30 Sekunden

Beim letztjährigen Schnelligkeitstest für Footballer belief sich die Rekordzeit auf genau 4,30 Sekunden. Sie wurde aufgestellt von Yamon Figurs, der ein Gewicht von 79,5 Kilogramm auf die Waage bringt. Dieser Spieler wurde erst in der 3. Runde ausgewählt von der NFL-Mannschaft der Baltimore Ravens. Er war die Nummer 74 von allen an den Start gegangenen College-Spielern.

Solche Spieler sind eine Überraschung, weil sie von kleineren College-Einrichtungen stammen, denen weniger Chancen eingeräumt werden. Yamon Figurs nimmt heute bei den Baltimore Ravens die Draft Position. Diese hat er nicht zuletzt seiner enormen Schnelligkeit und seinen sehr guten 40-Yard-Zeiten zu verdanken.

25. Januar 2013 um 11:54

Footballspieler – harte Schale, weicher Kern

“Echte Kerle” spielen Football – und „echte Frauen“ ebenfalls

Wenn es um den Pokal im American Football geht, sind damit wertvolle Prämien und hohe soziale Anerkennung verbunden. Dementsprechend hoch ist die Motivation, zu gewinnen. Fair Play ist dabei umso wichtiger. Generell hat ausgesorgt, wer in der Profiliga spielt.

Die National Football League NFL erbringt heutzutage einen Jahresumsatz von um die 9 Milliarden US-Dollar. Wer es in die NFL geschafft hat, gilt als reicher Mann. In Deutschland spielen seit 1990 auch Frauen American Football und haben damit eine der letzten Männerdomänen des Sports erobert. Seitdem haben zahlreiche Ladies Bowls stattgefunden. Dem deutschen Beispiel sind inzwischen Österreich und die Schweiz gefolgt und sogar im Ursprungsland Amerika spielen Frauen inzwischen erfolgreich American Football.

Football, ein gefährlicher Sport

In den Anfangsjahren des Football kamen unverhältnismäßig viele Spieler auf dem Spielfeld zu Tode oder erlagen anschließend ihren schweren Verletzungen, die sie während des Spiels erlitten hatten. So wurde bereits 1894 der so genannte Flying Wedge (fliegender Keil) verboten – eine Formation, bei der die Spieler miteinander verhakt wie ein Keil gegeneinander stürmten.

Nachdem Präsident Roosevelt sich im frühen 20. Jahrhundert für eine Entschärfung des Spielablaufs und der Regeln eingesetzt hatte, damit die Spieler besser geschützt werden konnten, dauerte es allerdings noch einige Jahrzehnte. Weiterhin wurden andere beliebte und für die Zuschauer spektakuläre verschränkte Formationen geboten, bis sie 1910 unter Roosevelt schließlich verboten wurden.

Dies führte zwar zu einem Rückgang tödlicher Verletzungen, dennoch wurde erst 1940 die Helmpflicht eingeführt. Den viele Jahre geduldeten Griff in das Gesichtsgitter des Helms verbot man 1956 und seit 1962 spielt niemand mehr professionellen American Football ohne Helm und Schutzausrüstung.

Harte Schale, weicher Kern

Football gilt weltweit als härteste Mannschaftssportart: nirgendwo wird mehr gerempelt und geschubst als beim Football. Eine Weile als Rüpelsport verschrien sind Footballspieler noch immer gefürchtet, denn sie gelten als schnell, stark und unbezwingbar.

Obwohl Footballspieler allein schon aufgrund ihrer Schutzausrüstung unbezwingbar erscheinen, haben sie doch ebensolche Gefühle wie andere Menschen auch. Eine neue amerikanische Studie mit Spielern der NCAA Division II und der National Association of Intercollegiate Athletics level zeigt, dass Spieler, die nach einer Niederlage imstande sind, in der Öffentlichkeit zu weinen, mehr Selbstachtung und Wertschätzung für ihre Mitmenschen haben als solche, die das nicht können.