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2. Februar 2013 um 22:49

Football heute

Wie Football nach Europa kam

Der amerikanische Fernsehsender CNN zeigte 1956 die ersten Footballspiele im TV. In den Jahren darauf wurden die Championship Games der National Football League in alle Welt übertragen und machten die NFL zu erfolgreichsten Profiliga der internationalen Sportwelt. Der Super Bowl in Amerika lässt sich wohl am ehesten mit dem Hype vergleichen, den eine Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland auslöst – vor allem dann, wenn sie hier stattfindet.

Football kam mit den amerikanischen Besatzungssoldaten nach Deutschland in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg und erfreute sich in der Bevölkerung einer rasch wachsenden Beliebtheit. Der große Durchbruch kam jedoch vorerst nicht, weil letztendlich die amerikanischen Soldaten mit ihren Turnieren eher unter sich blieben.

Erst 1977 kam es zu bahnbrechenden Entwicklungen für die Rolle des American Football in Europa, als sich in Frankfurt am Main die Frankfurter Löwen als erster American Football Verein gründeten. Sie hatten deutsche und amerikanische Mitglieder und spielten zunächst mit mäßigem Erfolg gegen amerikanische Armee-Teams.

Dennoch löste dies in Deutschland eine Welle von Vereinsgründungen aus. Schließlich fand das erste Saisonspiel 1979 in Düsseldorf statt, wo die Frankfurter Löwen die Düsseldorf Panther mit 38:0 schlugen. Später kam es auch zu internationalen Vergleichen: 1981 gewann die deutsche Nationalmannschaft mit 12:6 gegen das italienische Team.

Der American Football Verband Deutschland e.V.

Hierzulande hat der AFVD (American Football Verband Deutschland e.V.) dafür gesorgt, dass sich der amerikanische Nationalsport auch nachhaltig etablieren konnte und zwar dergestalt, dass er seit 1990 auch von Frauen aktiv gespielt wird. Lange Zeit galt Football als reiner Männersport, da er rüde und verletzungsintensiv war.

Im Zuge der Schutzausrüstung und einiger Regeländerungen hat sich dies relativiert. Indes ist American Football eine harte und dynamische Sportart geblieben. Nachdem im Volksmund das Klappern bekanntlich zum Handwerk gehört, orientieren sich die deutschen Football-Clubs schon seit langem an der Namensgebung der amerikanischen Vorbilder.

So sind es denn auch Respekt einflößende Mannschaftsnamen wie Munich Cowboys, Braunschweig Lions oder Stuttgart Silver Arrows. – Insgesamt fünf bundesweite Ligen vereint der AFVD unter seinem Dach und stellt für jedermann sichtbar Informationen rund um Football sowie Spielpläne, Tabellen und Ergebnisse zur Verfügung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Jugendarbeit, die die Basis für den Fortbestand des Football-Sports in Deutschland und Europa ist.

18. Januar 2013 um 15:10

Entwicklung von Football im Laufe der Zeit

Vom Elite- zum Volkssport

Football hat sich zweifellos an amerikanischen Elite-Universitäten entwickelt. Ursprünglich aus einer Mischung vorläufiger Fußballspiele und Rugby entstanden, gibt es auf den zweiten Blick einige Unterschiede zwischen American Football und Canadian Football. – Beispielsweise ist bei Canadian Football das Spielfeld größer, die Spielerstärke ist 12 anstatt 11 und dergleichen mehr.

Beide Football-Arten haben ihre Ursprünge jedoch in den 1870-Jahren. Bahnbrechend war 1912 die Gründung der NFL (National Football Leage, der Start des professionellen Football-Sports. Seitdem hatte es im American Football einige Regeländerungen gegeben.

Regeln für mehr Sicherheit

Der Spieler, Trainer und Funktionär Walter Camp war maßgeblich an der Gestaltung des heute noch aktuellen Regelwerks beteiligt. Er führte 1880 die Line of Scrimmage ein (die so genannte Gedränge-Linie, von der aus die Spielzüge beginnen) und begrenzte 1883 die Anzahl der Spieler auf 11.

Den Forderungen des seinerzeit amtierenden US-Präsidenten Theodor Roosevelt ist es zu verdanken, dass aufgrund der hohen Verletzungsrate – zum Teil mit Todesfolge – Regeln modifiziert wurden, um das Spiel für die Beteiligten sicherer zu gestalten. Es war 1906 zu tragischen Spielunfällen beim Football gekommen, die insgesamt 18 Todesopfer forderten.

Auch in den Jahren zuvor mussten im Durchschnitt jährlich ein Dutzend Spieler ihr Leben lassen. Einige Regeländerungen später hatte American Football um 1912 dann seine heutige Form angenommen. Als der Vorwärtspass eingeführt wurde, war die Trennung vom Rugby perfekt und Football war zu einer individuellen Sportart geworden.

Hier wird der Ball nicht nur mit Füßen getreten

Eine Mannschaft hat 11 Spieler, ein Spiel dauert 2 x 45 Minuten und der Ball ist nicht rund, sondern ellipsenförmig. Im Gegensatz zum Fußballsport wird der Ball beim American Football nicht nur mit den Füßen gespielt, sondern auch durch Laufen und Werfen. Ziel des Spiels ist es, am Ender der Spielzeit die meisten Punkte zu erzielen.

Dazu muss der Ball in die Endzone des Gegners gebracht (Touch Down) oder so genannte Field Goals erzielt werden. Die jeweils gegnerische Mannschaft versucht, in den Ballbesitz zu kommen, wobei jeder Spieler eine bestimmte Position bekleidet. Ein für American Football typisches Spielfeld hat eine Größe von 120 Yards Länge und 53 Yards Breite. Für deutsche Verhältnisse bedeutet das circa 109,73 m Länge und 48,46 m Breite. Demgegenüber ist ein Fußballfeld größer und wird bei Spielbedarf dementsprechend abgeteilt.

Kategorie: Historie – Autor: kd
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11. Januar 2013 um 12:22

Ursprünge von Football – Die Entstehung

Vom Fußball über Rugby zum Football

Football – oder besser gesagt – American Football hat sich aus einer Mischung internationaler historischer Ballspiele entwickelt. Es ist überliefert, dass bereits im 17. Jahrhundert in Florenz in Italien eine Art von Fußball gespielt wurde.

Als Vorläufer des American Football gelten jedoch vor allem das aus dem britischen Raum stammende Fußballspiel und das amerikanische Rugby. Diese Ballsportarten werden häufig auch als „running“ – oder „kicking game“ charakterisiert. Wie auch das Eishockey hat Football seine Ursprünge im späten 19. Jahrhundert.

Fußball + Rugby = (American) Football

Es war das Jahr 1869, das als offizielles Vorläuferjahr des Football gilt. Am 6. November waren in New Jersey die Studierenden der Elite-Universitäten Princeton und Rutgers in einem Turnier mit fußballähnlichem Regelwerk gegeneinander angetreten. Das Team Rutgers gewann mit 6:4. Tatsächlich entwickelte Football sich dann wenige Jahre später – 1874 – durch das Zusammenspiel der Mannschaft aus Havard und des Rugby-Teams der McGill-Universität aus Montréal in Kanada.

Man spielte eine Kombination aus vorläufigem Fußball und Rugby. Aus diesem Experiment heraus, das bei allen Beteiligten rege Zustimmung und Begeisterung hervorrief, wurde Football geboren. Als sicher gilt, dass ab 1876 an der ebenfalls berühmten elitären amerikanischen Universität Yale die Entwicklung des Football und auch anderer Sportarten durch Walter Camp wie von keinem Zweiten vorangetrieben wurde.

Er prägte als Spieler, Trainer und Funktionär mehrere Dekaden. Camp ist es beispielsweise zu verdanken, dass die Spielerzahl 11 beträgt. Ausgehend von den Universitäten war Football lange Zeit ein typischer College-Sport. Erst ab 1902 wurden die Spiele zunehmend populärer, als die berühmten Bowl-Spiele zur Neujahrs-Tradition heranwuchsen.

Profi-Football

Den Beginn des professionellen American Football markiert jedoch schon der 18. November 1892. Bis dahin wurde Football eher ehrenhalber gespielt. William Heffelfinger war ein bekannter College-Footballer, der mit einem Eklat den Profi-Football aufsehenerregend einläutete. Beide der rivalisierenden Clubs, die an jenem Tag gegeneinander antraten, wollten Heffelfinger für ihre Mannschaft kaufen.

Er nahm das bessere Angebot an und war in dem Spiel maßgeblich daran beteiligt, dass die Allegheny Athletic Association (AAA) mit 4:0 gewann. Fortan wurde es üblich, dass die Clubs Spieler mit bestimmten Honoraren warben. Es wird davon ausgegangen, dass zur damaligen Zeit je nach Club zwischen 50 und 500 US-Dollar für ein Spiel gezahlt wurden. Heute gehören Profi-Footballer zu den bestbezahlten Berufssportlern überhaupt.