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17. September 2013 um 09:07

Wanderballspiele 3

Wanderballspiele schulen 3 grundlegende Fähigkeiten im Football: 1) Wird die Technik des Fangens und des Werfens verbessert. 2) Wird das Zusammenspiel im Mannschaftsverbund geschult. 3) Wird die Orientierungsfähigkeit in Bezug auf Entfernungen von Objekten und das Gefühl für den Raum trainiert.

Zudem bieten sich Wanderballspiele auch an, um den Teamgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit zu stärken.

Im 1. Themenkomplex wurden schon einige Übungsbeispiele angerissen. Im Folgenden werden weitere Anregungen für die Trainingsgestaltung zum Thema Wanderballspiele gegeben.

Endlos-Ballstaffeln

Eine beliebte Übung, die mit einer Menge Spaß verbunden ist, sind Endlos-Ballstaffeln. Bei Endlos-Ballstaffeln wird der Balltransport in den eigenen Reihen endlos fortgesetzt. Der Ball kann auf verschiedenste Art weitergegeben werden. Er kann unter und über den Spielern aber auch seitwärts an den Footballspielern vorbei wandern. Auch das Rollen des Balles bietet eine Möglichkeit des Weitertransportes.

Ist der Ball beim letzten Spieler in der Reihe angekommen, läuft dieser an den Anfang der Gruppe und beginnt mit dem Wanderballspiel von Neuem. Hier kommt ein zusätzlicher Faktor ins Spiel, den es zu beachten gilt: den Raumgewinn. Schon hier gilt es für das gesamte Team, ein Gefühl für den Raum zu bekommen. Wie viele Durchläufe sind beispielsweise notwendig, um mit der gesamten Gruppe eine bestimmte Distanz zurückzulegen.

Die Gruppe lässt sich auch nach hinten verschieben. In diesem Fall wirft der aufnehmende Footballer in letzter Position den Ball nach vorne. Zeitgleich startet der aktuelle Vorderspieler nach hinten und verschiebt so das gesamte Team nach hinten, während der neue Vorderspieler auf normalem Wege den Ball durch die Reihe nach hinten weitergibt.

Ballstaffeln in der Gegenüberstellung

Eine oder 2 Mannschaften stehen sich in gleicher Anzahl auf einer normalen Wurfdistanz gegenüber. Der 1. Spieler jeder Gruppe steht an der markierten Linie, während sich seine Gruppenmitglieder hinter ihm einreihen. Jedem Spieler der beiden Gruppen werden Nummern zugeteilt. Der Ball muss nun über die vorgegebene Distanz zum gegenüberliegenden Team geworfen werden.

Dabei muss sich exakt an die Nummernreihenfolge gehalten werden: „Von der 1 zur 2 zur 3“ und so weiter. Um Behinderungen durch die anderen Mitspieler beim Wurf zu vermeiden, müssen die vorderen Spieler solange eine Sitzposition einnehmen, bis sie wieder in Aktion sind. Auch ein Knien oder Bücken wären hier als Ausführungsvariationen denkbar.

16. August 2013 um 10:44

Das Wandspiel: Fangen und Werfen

Das Spielen gegen eine Spielwand hat sich als nützlich vor allem für die Schärfung des Ballgefühls erwiesen. Dabei ist es nicht wichtig, dass der Ball rund ist und kein Rugby im eigentlichen Sinn. Der Ball wird gegen eine Wand gespielt und soll danach wieder aufgefangen werden.

Alle Körperteile können dazu eingesetzt werden. Der Vorteil bei einer Wand ist, dass jeder Ball genauso gut oder schlecht zurückprallt wie er gespielt wurde. Die Wand ist im Prinzip ein gleichwertiger Partner, der genauso gut ist, wie derjenige, der den Ball an die Wand spielt.

Reaktionsschnelligkeit und Krafteinsatz

Für die Entfernung und Stellung zur Wand muss man ein Gefühl bekommen. Wenn man näher an der Wand ist, muss man schneller auf die zurückprallenden Bälle reagieren. Hierbei kann man besonders die Reaktionsschnelligkeit trainieren. Je weiter man sich von der Wand entfernt, umso mehr Kraft muss man aufwenden und so größer wird die Streuung der Bälle, wenn sie zurückkommen.

Wandspiel mit Markierungen und Wurfsimulationen

Einen zusätzlichen Trainingsreiz erfährt das Wandspiel, wenn Markierungen getroffen werden oder spezielle Höhen überspielt werden müssen. Mit einer anderen Körperstellung zur Wand lassen sich sogar Bewegungsmuster aus dem Football trainieren. Wird eine Seit- oder Rückenstellung zur Wand praktiziert, können typische Wurf- und Fangfolgen aus dem Footballspiel simuliert werden.

Spielwand auch mit psychologischem Vorteil

Der Vorteil bei einem Wandspiel greift noch weiter. Schwächere Spieler fühlen sich bei einem Spiel gegen die Wand unbeobachtet und können sich freier entfalten. Zudem kommt es nicht zu dem Fall, dass der stärkere Spieler den Schwächeren dominiert und ihn dadurch einschüchtert.

Die Spielwand ist ein völlig neutraler Partner, mit dem sich eine Reihe von Fang- und Wurftechniken trainieren lassen.